Südafrika #2: ein Tag in Kapstadt und völlig sprachlos

Nov 25, 2014 | Reiseziele | 15 Kommentare

Wer schreibt hier: Christina Nagel-Gasch | 40 Jahre | Diplom Kauffrau | Mutter einer 10-Jährigen Tochter | gern auf Reisen | liebe die Fotografie | süchtig nach Törtchen & Schokolade

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Kapstadt – da bin ich nun. Dank Nachtflug mit Condor bin ich um 9:25 Uhr Ortszeit in Kapstadt gelandet und habe noch den ganzen Tag vor mir. Zwei Stunden nach der Landung sitze ich auch schon im Mietwagen und bin auf dem Weg zur gebuchten Unterkunft.

Für die zwei Übernachtungen in Kapstadt habe ich bereits zwei Wochen vor Reiseantritt über AirBnB ein Appartement im Stadtteil V&A Waterfront gebucht. Bei der Auswahl der Unterkunft war mir neben der zentralen Lage als Ausgangspunkt für unsere Unternehmungen auch ein Parkplatz für unseren Mietwagen sehr wichtig. Ich wusste nicht was mich in Kapstadt erwartet und wollte abends keinesfalls ewig einen Parkplatz suchen oder irgendwelche eventuellen Schäden am Auto in Kauf nehmen. Dies hat sich auch als gute Wahl herausgestellt, denn Kapstadt ist eine Metropole und Parkplätze im zentralen Stadtgebiet auf offener Straße sind Mangelware. Mit diesem Appartement inklusive Stellplatz hatte ich eine gute Wahl getroffen.

Das Appartement befindet sich in einem Appartement Haus und ist Tag und Nacht mit einem Portier besetzt. Die Türen zum Haus und das Rolltor zur Garage sind Nachts verschlossen. Wir fühlen uns wirklich sicher und gut aufgehoben.

Die Einrichtung im modernen Industiestyle trifft voll meinen Geschmack. Nackte Steinmauern und Betonwände bestimmen das Bild, dazu schlichte hochwertige Möbel in allen Räumen. Besonders erfreut bin ich über die Steckdosenadapter auf Europäische Stecker.

Südafrika: Sightseeing in Kapstadt - AirBnB Appartement

Das Auto blieb für die nächsten zwei Tage dem Stellplatz stehen. Kapstadt haben wir zu Fuß, per Guide und via Sightseeing Tour entdeckt.

Stadtrundfahrt mit CitySightseeing Cape Town

Die erste Wahl fiel auf eine Stadtrundfahrt mit den bekannten roten Doppeldeckerbussen von CitySightseeing Cape Town. Ich finde die Hop-on Hop-off Stadtrundfahrten sehr praktisch, um schnell einen ersten Eindruck der Stadt zu bekommen. Ein Tagesticket für die Red City Tour (die rote Route) kostet 195 Rand pro Person, was in etwa 15 Euro entspricht. Mit diesem Ticket kann an jeder Haltestelle der Tour ein- und ausgestiegen werden – Hop-on Hop-off eben. Es gibt insgesamt 12 Haltestellen, aber diese drei Stationen der Stadtrundfahrt durch Kapstadt haben es mir besonders angetan: Tafelberg, Camps Bay und Victoria & Alfred Waterfront.

Südafrika: Sightseeing in Kapstadt

Der Tafelberg ohne Tischtuch – eine Aussicht die Sprachlos macht

Der Tafelberg ist eines der sieben Weltwunder der Natur und gehört fest zur Silhouette Kapstadts. Bereits aus dem Flugzeug konnte ich die Touristenattraktion und das Wahrzeichen mit der typisch platten Form, die wie ein Tisch aussieht, erkennen.

Mit einer Seilbahn, deren Kabinen sich um sich selbst drehen, geht es für mich rauf auf den Gipfel. Oben angekommen … WOW! Ich bin überwältigt. Hingerissen von diesem fantastischen und endlos weiten Ausblick. Völlig euphorisch zücke ich abwechselnd alle fünf Kameras. Ich knipse mindestens ein Bild aus jedem erdenklichen Blickwinkel, um diesen Anblick dauerhaft festzuhalten. Dann gebe ich mich wieder träumend und verliebt dem Fernblick auf das Meer hin. Vom zum Strand bis zum Horizont erstrahlt es in verschiedensten Blau und Türkis Tönen.

Südafrika: Sightseeing in Kapstadt - Seilbahn zum Tafelberg Südafrika: Sightseeing in Kapstadt - Ausblick vom Tafelberg

Beste Sicht in alle Richtungen – vom Tablecloth-Phänomen war nichts zu sehen. Die feuchten Luftmassen vom Meer müssen als erstes den Tafelberg überwinden und bilden häufig eine Art Tischdecke – Tablecloth-Phänomen genannt. Einen Tag später hatte der Tafelberg besagte Tischdecke aus Wolken auf und ich frage mich bis heute, wie wohl die Aussicht durch diese dünne schneeweiße Wolkenschicht ist.

Südafrika: Sightseeing in Kapstadt - Tafelberg von Dolphin Beach

Camps Bay oder das „St. Tropez“ von Südafrika

Camps Bay vor der Kulisse der Bergkette „Twelve Apostles“ ist das „St. Tropez“ von Südafrika. Die Bucht mit dem weißen Sandstrand ist ein echten Träumchen und wurde schon oft mit der Côte d’Azur oder Miami Beach verglichen. Sehen und gesehen werden lautet die Devise am Palmenstrand.

Das Wasser ist hier selten wärmer als 16 Grad, was mich nicht davon abhält wenigstens meine Füße ins kühle Atlantikwasser zu tauchen und dabei fasziniert den Sonnenuntergang zu beobachten.

Südafrika: Sightseeing in Kapstadt - Twelve Apostles Südafrika: Sightseeing in Kapstadt - Camps Bay

Victoria & Alfred Waterfront

Das Werft- und Hafenviertel wurde Anfang der 1990er Jahre restauriert und ist heute Herzstück des touristischen Kapstadts. Leider blieb mir hier viel zu wenig Zeit. Ich wäre gern noch durch die Geschäfte gebummelt, aber alle Läden machten gerade dicht. Hier tummelt es nur so von Touristen und alle zieht es zum Abendessen in eines der vielen Restaurants.

Südafrika: Sightseeing in Kapstadt - V&A Waterfront

Ins Blaue rein entscheiden wir uns für das Restaurant Hildebrand V&A. Für mich gibt es „Trio Game Platter – a selection od three game meatup as recommanded by the chef“ – bestehend aus Buntbock, Kudu und Blessbock. Sehr gutes Fleisch und alles wirklich lecker zubereitet. Auch der Preis von umgerechnet ca. 23 € ist Okay.

Nur der Kellner bei der Abrechnung versetzt uns einen Dämpfer. Die Rechnung kommt und wir legen unser Geld samt Trinkgeld ins Mäppchen. Das ist dem Kellner aber nicht genug. Er bleibt beharrlich neben uns stehen, bis er exakt 10 % Tipp vom Rechnungswert bekommt. Es fehlte wirklich nicht viel, höchstens vier, fünf Rand auf eine runde Summe.

Wir sind verdattert und schockiert zugleich. Völlig unwissend was denn hier in Sachen Trinkgeld üblich ist, zahlen wir den fehlenden Tip Betrag nach.

Gleiche Masche folgte wenig später durch den Taxifahrer, der uns ins Appartement zurück bringt. Er war weder nett noch hilfsbereit, behält sich aber beim Bezahlen seinen großzügigen Tip einfach rotzfrech ein und gibt mir entsprechend weniger Wechselgeld zurück. Ein sehr rüdes und nicht übliches Verhalten, wie uns ein Tour Guide am nächsten Tag versichert.

Merke: Ein Trinkgeld von 10 Prozent der Rechnungssumme sind angemessen, aber kein muss. Mehr zum Thema Trinkgeld in Südafrika habe ich in diesem Artikel gefunden. Unbedingt vor der Reise lesen!

Dieser kleine negative Einschnitt kann aber meine Begeisterung für Kapstadt nicht wirklich schmälern. Die Ausblick vom Tafelberg macht mich immer noch baff und sprachlos.

Weitere Bilder aus Kapstadt

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Offenlegung: Auf dieser Reise werden wir freundlicherweise von AirBnB unterstützt. Herzlichen Dank dafür.