Morgens 6:15 Uhr an der Ostsee …

Okt 12, 2012 | Fotografieren | 21 Kommentare

Wer schreibt hier: Christina Nagel-Gasch | 40 Jahre | Diplom Kauffrau | Mutter einer 10-Jährigen Tochter | gern auf Reisen | liebe die Fotografie | süchtig nach Törtchen & Schokolade

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… ist es noch ruhig und entspannend. Keine Menschenseele unterwegs, abgesehen vom Fischer der schon seit Stunden auf dem Meer ist – für seinen Fang des Tages.

Das Meer rauscht beruhigend und wird nur durch ein paar kreischende Möwen gestört. Langsam wird es heller. Bald wird sich die Sonne am Horizont zeigen und ihren Weg durch die Wolken bahnen. Zugvögel fliegen ins Warme – ziehen in Schwärmen ganz tief über dem Wasser davon. Es ist so friedlich! Ich genieße es und dämmere weiter im Halbschlaf vor mich hin.

Ich suche nach einem geeigneten Standpunkt, stelle mein Stativ auf, richte die Kamera aus, drehe an den Rädchen bis alles passt und schaue immer wieder voll fixiert auf mein Motiv durch den Sucher meiner Kamera. Dieser fantastische Sonnenaufgang auf Usedom zieht mich jeden Morgen magisch an den Strand.

Dann merke ich das ich NICHT mehr alleine bin. Die Natur erwacht – und offenbar nicht nur sie. Hundehalter führen ihre vierbeinigen Freunde Gassi, dann kommen plötzlich Jogger von irgendwo aus dem Nirgendwo und Frühaufsteher bevölkern den Strand. Na toll! Es rennt mir quasi IMMER jemand durch das Bild.

Bei meinem Versuch Belichtungsreihen für ansprechende HDR Bilder zu erstellen ist das eher störend, als unterstreichendes ‚Beiwerk‘. In jedem Bild der Belichtungsreihe sind die Personen an einer anderen Stelle und sogenannte Geister entstehen je länger ich belichte.

Etwas Ausdauer zahlt sich aber aus. Unzählige Fehlaufnahmen später hatte ich doch die ein oder andere fast personenfreie Belichtungsreihe zusammen.

Zu Hause etwas Nachbearbeitung am PC und fertig sind die „stimmungsvollen morgendlichen Sonnenaufgänge um 6:15 Uhr in der Früh“. Das Tonemapping hat mich dann auch nochmal ein paar Nerven gekostet. Surreales HDR mit kräftigen Farben – so schön wie die Wirklichkeit nie sein kann oder doch lieber nach dem Motto ‚weniger ist mehr‘ eine dezente Bildbearbeitung, die der Realität nahe kommt?

Nachdem ich zuerst HDRs mit kräftigen Farben erstellt hatte, hatte ich das genauso schnell wieder über! Ich habe viele Dateien gelöscht und von vorn bearbeitet – ich habe es dezenter versucht, realistischer.

Hier nun ein paar Impressionen. Was sagt ihr dazu?

PS: Für alle diese Bilder das 10-24 mm Weitwinkel-Zoom-Objektiv von Tamron verwendet. Ich liebe es!

[Klick auf’s Bild macht groß.] 

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