Lomography: MrsBerry meets Diana F+

Mrz 3, 2012 | Fotografieren | 7 Kommentare

Wer schreibt hier: Christina Nagel-Gasch | 40 Jahre | Diplom Kauffrau | Mutter einer 10-Jährigen Tochter | gern auf Reisen | liebe die Fotografie | süchtig nach Törtchen & Schokolade

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MrsBerry trifft auf die Lomography Kamera Diana F+ im wilden Zebra Look.

Die Lomografie als Stilrichtung der analogen Fotografie ist für mich ein absolut neues Thema.

Doch irgendwie reizt es mich schon länger, mich mit der Schnappschussfotografie näher zu beschäftigen und so heiße ich die Lomography Kamera Diana F+ Zebra in meinem Equipment willkommen.

Was ist Lomografie / Lomography?

Menschen die mit bunten Plastikkameras durch die Gegend laufen und Schnappschüsse aus der Hüfte schießen, die gehören vermutlich zu den Anhängern der Lomografie.

Die Lomografie gehört zur analogen Fotografie und ist dort eine eigene Stilrichtung, die sich eben jenen Schnappschüssen des Lebens widmet.

Der Name Lomografie kommt aus dem Sowjetischen, von einer Kleinbildkamera „LOMO Compact Automat“ der Firma Lomo. Damals waren weder die Kamera, noch ihre Bildergebnisse wirklich beliebt. Erst Anfang der 90er Jahre wurde die Lomografie wahrgenommen, als Studenten ihre Freude an den bunten Bildern fanden und diese in Ausstellungen, auf sogenannten Lomowänden (LomoWalls), präsentierten.

Ich lehne mich wohl nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich sage, dass es genau dieser nicht vorhandene Perfektionismus war, der nach und nach mehr Anhänger in den Bann der Lomografie zog.

Die Lomografie ist alles andere als professionelle Fotografie und lebt von bunten, nicht perfekten Bildern aus verschiedensten Blickwinkeln, teils mit Doppelbelichtungen oder extremen Farbgebungen. Hier steht der Schnappschuss im Vordergrund, das ungeplante Bild und die Überraschung nach der Entwicklung des Filmes.

In der Lomografie gibt es keine Regeln und doch gibt es 10 goldene Regeln, die aber eigentlich nur besagen, dass es keine Regel gibt: tue das was du liebst und drück ab, wenn dir danach ist!

Das Team von Lomography.de hat mir freundlicher Weise eine Diana F+ Zebra zur Verfügung gestellt, um mich in das Lebensgefühl der Lomografen hinein zu versetzen und mir selbst einen Eindruck der bunten Welt zu verschaffen.

So war ich am Freitag noch im Lomography Gallery Store in Köln um das grüne Schätzchen abzuholen.

Hier noch ein paar Eindrücke aus dem Kölner Lomography Store:

 Lomography Gallery Store in Köln  Lomography Gallery Store in Köln

Diana F+ Zebra

Die ursprüngliche Diana ist eine einfache Plastikkamera die Anfang der 60er Jahre von der „Great Wall Plastiks Factory“ aus Hongkong entwickelt wurde. Die Mittelformatkamera lief schon damals mit einem 120er Rollfilm und wurde wegen des geringes Preises schnell zum Verkaufsliebling.

Dieser Ur-Diana ist auch die Lomography Kamera Diana F+ nachempfunden. In zahlreichen Farbvarianten und Designs ist die Diana F+ im Lomography Shop erhältlich.

Mein neues Baby ist die Diana F+ Zebra – eine grüne Kamera im wilden Zebra Look.

Lomografie Kamera Diana F+ Zebra

Da ich mich bisher weder analog besonders gut auskenne, geschweige denn mit der Diana F+, habe ich mich im Lomography Store in Köln direkt beraten lassen.

Die Diana F+ hat/kann:

  • hat einen 120er Rollfilm
  • kann in drei verschiedenen Formaten knipsen: 12 große quadratische Bilder im Format 5,2×5,2 cm, 16 kleine quadratische Bilder im Format 4,2×4,2 cm oder ein endlos Panorama
  • hat eine 75mm Brennweite
  • kann mit 4 Blendwerten aufwarten: bedeckt, teilweise bedeckt, sonnig und Pinhole
  • hat zwei Belichtungseinstellungen: „N“ = normal 1/60s oder „B“ = Bulb für Langzeitbelichtung
  • kann mit und ohne Blitz verwendet werden
  • hat verschiedene kleine bunte Farb-Filter, die vor den Blitz gesteckt werden können
  • kann Mehrfachbelichtungen
  • hat noch einiges mehr zu bieten, dass ich alles noch erkunden und entdecken muss ;)

Nun war ich also mit meinem neuen grünen Zebra zu Hause und wollte es auch gleich einsatzbereit machen. Also Rollfilme auspacken und erstmal die Anleitung studiert, wie man dieses Ding einlegt.

Mein erster Rollfilm überhaupt mit dem ich in Kontakt komme. Riecht etwas komisch ;), aber sonst hat alles gut geklappt. Der Film sitzt und dreht auch mit.

Einen Patzer habe ich mir allerdings beim Film schon erlaubt. Da ich nicht so genau wusste was der Film durch das kleine rote rückseitige Fenster anzeigt (das ist wohl bei den Rollfilmen unterschiedlich), habe ich erstmal flott an Bild 1 vorbei gedreht und bin mit dem 3. Bild eingestiegen. Mannoman, für jemanden wie mich, der ne Rot-Grün-Farbschwäche hat, ist das aber auch verdammt schwer zu sehen was da angezeigt wird.

Nun heißt es den ersten Rollfilm verknipsen, einen gutes Labor finden und mit Spannung die ersten Bilder erwarten.