Lomography mit der Diana F+

Apr 3, 2012 | Fotografieren | 11 Kommentare

Wer schreibt hier: Christina Nagel-Gasch | 40 Jahre | Diplom Kauffrau | Mutter einer 10-Jährigen Tochter | gern auf Reisen | liebe die Fotografie | süchtig nach Törtchen & Schokolade

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Vor einem Monat habe ich euch die Lomography Kamera Diana F+ Zebra gezeigt, mit der ich in die analoge Welt der Schnappschüsse eintauche.

Es dauerte ein paar Tage, aber dann war der erste 120er Rollfilm voll und heute möchte ich euch die ersten Bilder zeigen.

Schnappschüsse mit der Diana F+ Zebra

Die Diana F+ Zebra war im Einsatz und der erste Lomografie Rollfilm war nicht ganz so schnell voll, wie ich dachte und wollte. Entgegen der 10 goldenen Regeln der Lomography habe ich doch viel zu sehr überlegt und mir Gedanken über die Bilder gemacht. Nix mit Spontanität und einfach mal abdrücken.

Auch die Unwissenheit ob und wie das Bild nun geworden ist lies mich nicht wirklich in Ruhe. Einerseits ist es recht spannend, aber ich suchte andererseits immer wieder das nicht vorhandene Vorschaudisplay.

Nach ein paar Tagen war der Film aber doch voll: also ab damit zur Entwicklung in die DM-Drogerie. Ich hatte zwar mit der Entwicklung über die DM-Filiale schon mehrere negative Erfahrungen, aber für diesen ersten Film mit Testbildern sollte es ausreichen.

Gut eine Woche später hatte ich dann auch endlich meinen Negative und die Abzüge zurück. Meine Spannung die Ergebnisse meiner ersten Bekanntschaft mit der Lomography zu sehen, könnt ihr euch nicht vorstellen. Ich hatte keinerlei Ahnung was mich erwartet und riss dementsprechend voller Neugierde den Foto-Umschlag auf.

8 quadratische Fotos waren darin enthalten und bei der ersten schnellen Durchsicht war ich doch zugegeben recht enttäuscht. Wo sind die erwarteten kräftigen und knalligen Farben geblieben?

Hier die Bilder für euch alle acht Bilder zur Ansicht. Ich habe leider keinen Durchlichtscanner und so habe ich einfach die entwickelten Fotos gescannt. An den Bildern ist nichts nachgearbeitet! Ich habe die Bilder mit Photoshop nur zurecht geschnitten und das Wasserzeichen eingefügt. Es fehlen aber maximal ein paar Millimeter Rand, bedingt durch leicht schiefes einscannen. Aber nun zu den Bildern:

Bild 1:

Lomografie: Testbilder mit der Diana F+ Zebra

Trotz viel Licht, einfach nur eintönig, total krisselig und viel zu dunkel.

Bild 2:

Lomografie: Testbilder mit der Diana F+ Zebra

Genauso krisselig und dunkel, ausserdem bin ich mir nicht bewusst die Schuhe meiner Tochter fotografiert zu haben.

Bild 3:

Lomografie: Testbilder mit der Diana F+ Zebra

Doppelbelichtung: ja! Aber woher kommen die verzerrten Wellenlinien die das gesamte Bild durchziehen?

Bild 4:

Lomografie: Testbilder mit der Diana F+ Zebra

Leider wieder dunkel und krisselig. Hier sieht man aber gut die verfälschten Farben. Die Jacke ist eigentlich rosa.

Bild 5:

Lomografie: Testbilder mit der Diana F+ Zebra

Nicht ganz so dunkel und krisselig, obwohl es die gleichen Lichtverhältnisse sind wie bei Bild 1 bis 3. Woher der farbige Streifen kommt: keinen blassen Schimmer.

Bild 6:

Lomografie: Testbilder mit der Diana F+ Zebra

Jetzt wird es langsam etwas lebendiger und farbiger im Bild, aber immer noch nicht die berühmten knalligen Lomo-Farben.

Bild 7:

Lomografie: Testbilder mit der Diana F+ Zebra

Eine Doppelbelichtung: dieses Bild besteht aus zwei ungeplanten und unüberlegten Schnappschüssen.

Bild 8:

Lomografie: Testbilder mit der Diana F+ Zebra

Wieder eine Doppelbelichtung und mein Lieblingsbild aus der Testreihe. Beide Belichtungen sind recht gut zu erkennen. Nur die Farben dürften gerne noch etwas poppiger sein.

Für den ersten Einsatz einer Lomography Kamera und die Gewöhnung an den Rollfilm sind die Ergebnisse Okay, wenn gleich auch noch nicht wirklich zufriedenstellend.

Aber der nächste Rollfilm ist auch schon wieder voll und in der Entwicklung. Diesmal hatte ich einen Schwarz-Weiß-Film eingelegt und wirklich „nur“ abgedrückt. Ich bin auf die Ergebnisse gespannt und hoffe doch, dass diese etwas besser ausfallen.

Falls ihr euch nun fragt warum von einem 12er Film nur 8 Fotos bei rumgekommen sind, ich hatte da ein paar Probleme mit dem Anzeigefenster für die Bildnummer. Der Rollfilm wird manuell vorgespult und durch das kleine Anzeigefenster auf der Rückseite der Diana F+ Zebra sieht man wann der Film beim neuen Bild angekommen ist. Nun ist aber das kleine Fensterchen mit roter Folie versehen und da ich eine Rot-Grün-Schwäche habe, kann ich je nach Lichteinfall die Zahlen für die Bilder auf dem Rollfilm kaum, bis gar nicht sehen. So habe ich dann leider manchmal einfach eine Bildnummer zu weit gedreht. Naja, es gibt schlimmeres und damit werde ich wohl leben müssen ;)

Was sagt ihr zu meinen ersten Lomos? Von erfahreneren Lomografen lasse ich mir gerne Tipps zur Verbesserung geben :)

Aufnahmeinformationen
Film: Lomography Color Negative Film

Format: 120 Rollfilm

ISO: 400

Process: C-41

Kamera: Lomography Diana F+ Zebra