SAFARI, BUSH und OCEAN – Burgers Zoo in Arnheim

Okt 30, 2012 | Europareisen, Reiseziele | 7 Kommentare

Wer schreibt hier: Christina Nagel-Gasch | 41 Jahre | Diplom Kauffrau | Mutter einer 11-Jährigen Tochter | gern auf Reisen | liebe die Fotografie | süchtig nach Törtchen & Schokolade

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1913 präsentierte Johan Burgers erstmalig seine private ‚Tiersammlung’ der Öffentlichkeit und Eröffnete Burgers Zoo. Schon von Beginn an war Burgers darauf bedacht den Tieren möglichst viel Freiheit zu geben und so wurde das Areal bald zu klein.

1923, zehn Jahre nach Eröffnung, zog der Zoo an seinen jetzigen Standort nach Arnheim um. Vergangenes Wochenende war ich mit der kleinen Miss zu Besuch in Burgers Zoo in Arnheim.

Pinguincorner in Burgers Zoo

Kurz nach 10 Uhr passieren wir den Haupteingang und beobachten am Pinguincorner wie die Pingune die morgendlichen Sonnenstrahlen genießen. Sie sind die Kälte gewohnt und bibbern nicht so wie wir bei knapp über Null Grad. „Mama, guck mal. Da geht ein Pinguin baden.“ rief die kleine Missbegeistert als die Pinguine nacheinander zum Wasser watschelten und hinein hüpften.

An den Elefanten vorbei, mussten wir zunächst in zahlreiche leere Tierbehausungen schauen. „Keiner da“ tönte Amelie. „Denen ist bestimmt noch zu kalt“ sage ich zu ihr und wir gehen weiter, den Themenbereich RIMBA entdecken.

Die Sonne gibt ihr bestes und ein stattlicher Banteng sonnt sich, während die kleine Miss den Raureif vom Geländer kratzt.

Amelie in Burgers Zoo

Burgers Zoo: Banteng

Themenbereich RIMBA in Burgers Zoo

Themenbereich RIMBA in Burgers Zoo

Auch das Revier der Sumatra-Tiger ist leer und die beiden, bis zu 120 kg schwer werdenden, gestreiften Raubtiere chillen friedlich hinter der Scheibe in ihrem Unterschlupf. Sind sie nicht süß, wie große Kätzchen?! Ich möchte ihnen ohne Scheibe zwar nicht zu nahe kommen, aber mal anfassen würde ich sie trotzdem gerne.

Sumatra-Tiger in Burgers Zoo

Sumatra-Tiger in Burgers Zoo

Im Themenbereich DESERT sind trockene steinige Felswüsten und kleine Oasen nachempfunden.

In einem grauen Felsplateau leben kalifornische Dickhornschafe, die im Grauton des Felles perfekt an die Felsen angepasst sind.

Ökodisplay DESERT in Burgers Zoo

Dickhornschaf im DESERT Felsplateau von Burgers Zoo

Dickhornschafe im DESERT Felsplateau von Burgers Zoo

Auf dem Weg zum BUSH, Burgers lebensechtem Dschungel, kommen wir bei den Erdmännchen vorbei, die endlich aus ihren Löchern gekrochen sind und wie gewohnt Wache halten.
„Mama, ich wünschte ich hätte so eines als Haustier.“ meint Amelie – und tatsächlich, Erdmännchen finde ich auch unheimlich niedlich, mit ihren großen Knopf-Augen.

Burgers Zoo: Erdmännchen-Wache

Im Tropischen Regenwald geht uns schnell die Puste aus. Es ist verdammt heiß und meine bis dahin vollkommen ausgekühlte Kamera tropft rundherum. An Fotos im Bush ist nicht zu denken – alles beschlagen. Nur das iPhone kann ein paar Impressionen einfangen.

Mitten im Dschungel - Burgers Bush

Wir weichen vom Hauptpfad ab und schlagen uns einen schmalen Waldweg entlang durch den Bush, klettern über kleine Bäche und stehen bald vor einen großen Wasserfall.

Die im Dschungel lebenden Tiere haben sich offenbar gut versteckt, denn außer einem Pi-Ha Vogel und der Rundschwanzseekuh mit ihrem schwarz gefiederten Wächter, ist mir bewusst kaum ein Tier aufgefallen.

Rundschwanzseekuh in Burgers Bush

Im zweiten Anlauf durch den Bush haben wir auch den Themenbereich OCEAN gefunden.

Der Weg durch Burgers Ocean beginnt mit einem oberirdischen Aquarium, in dem die Korallen aus dem Wasser ragen. Der Weg führt uns zwischen den Wasserbecken immer tiefer in den Ozean hinein. Wir stehen vor einem prächtigen Riff mit unzähligen Fischarten – ein Fisch bunter und farbenprächtiger als der andere.

Am Ende des Korallenriffes bekommen wir einen Ausblick in den Ozean. Haie und Rochen schwimmen um ein altes gesunkenes Schiffwrack – einfach fantastisch und mindestens genauso gut, wenn nicht gar besser, als jedes mir bekannte Sea Life.

Krone des Korallenriffs in Burgers OCEAN

Burgers OCEAN

In der angrenzenden weitläufigen Savanne des Themenbereiches SAFARI leben u.a. Giraffen mit Zebras und Nashörnern zusammen.

Burgers SAFARI

Burgers SAFARI - Ökodisplay für Giraffen, Zebras und Nashörner

Nashörner in Burgers SAFARI. Wo ist Baby-Nashorn Vince?

Zum Abschluss unserer Zoorunde haben wir noch diese außergewöhnliche Gattung dampfender Elefanten gesehen:

Dampfende Elefanten in Burgers Zoo

Dampfende Elefanten in Burgers Zoo

Ein kurzer aber heftiger Hagel-Regenschauer hatte nicht nur uns, sondern auch die Zoobewohner überrascht und brachte die Elefanten wortwörtlich zum Dampfen.

Mein Fazit zu Burgers Zoo

Gerade einmal 170 km liegen zwischen meinem Kölner Wohnort und Burgers Zoo und der Abstecher ins holländische Arnheim hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Besonders beeindruckend finde ich offene und freie Haltung der Tiere in sogenannten Ökodisplays. Es macht Spaß die Tiere in ihren naturnahen Lebensräumen zu beobachten.

Burgers OCEAN hat es mir sehr angetan! Wie schon gesagt, die Unterwasserwelt kann locker mit jedem Sea Life mithalten und für all das Gebotene in Burgers Zoo, rechtfertigt sich auch der Eintrittspreis von 19 Euro für Erwachsene und 17 Euro für Kinder von 4-9 Jahre.

Mein Tipp: Burgers Zoo MUSS man mal gesehen haben.

Auch wir müssen Burgers‘ Zoo noch mindestens einen weiteren Besuch abstatten, denn der Zoo ist so groß, dass wir uns trotz Grundriss-Karte oft verlaufen haben. Gerade stelle ich fest, dass wir den größten Teil der Mangrove, mit vielen prächtigen Vögeln und Affen, gar nicht gesehen haben. Das müssen wir nachholen – am besten wenn es etwas wärmer ist und wir mehr Tiere zu Gesicht bekommen.


Offenlegung: Vielen Dank an das NBTC für die Unterstützung zu dieser Reise. Ansichten bleiben meine eigenen.