Sommer, Sonne und Portrait Fotografie

Jul 1, 2012 | Fotografieren | 4 Kommentare

Wer schreibt hier: Christina Nagel-Gasch | 40 Jahre | Diplom Kauffrau | Mutter einer 10-Jährigen Tochter | gern auf Reisen | liebe die Fotografie | süchtig nach Törtchen & Schokolade

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Was macht ein gutes Foto aus?

Entscheidend ist nicht das Model. Entscheidend ist nicht das Equipment. Entscheidend ist auch nicht zwingend eine gute Location.

Wichtig ist das richtige Licht! Und ein gutes Auge des Fotografen. Naja und etwas tragen auch die obigen Punkte zu einem guten Foto bei.

Aber belassen wir es hier mal bei dem richtigen Licht.

Am Samstag (letztes Wochenende) war schönes Wetter und so schleppte ich mein Töchterlein in den Kölner Stadtwald – mal wieder. Als sie Seifenblasen hörte war sie schnell Feuer und Flamme und außerdem durfte sie meine alte kleine Kompaktkamera mitnehmen. Wie immer sollte die Mini-Zicke mein Model sein um mich weiter in der Portrait Fotografie zu üben.

Sonne ist gar nicht mal so gut für Portrait Aufnahmen.

  • Hat man als Fotograf die Sonne als Gegenlicht, brennt oft der Himmel in Weiß aus.
  • Steht die Sonne im Rücken des Fotografen, muss das Model zwangsläufig hinein schauen, kneift dann die Augen zusammen und sieht eher mürrisch aus als entspannt. Nun sag mal einer einem Kind es soll in die Sonne gucken, dabei die Augen auf lassen und unbeschwert freundlich lächeln. > Unmöglich!
  • Wird die Sonne als Seitenlicht verwendet, liegt immer die hintere Gesichtshälfte im Schatten. Und strahlender Sonnenschein kann aber mal richtig harte Schatten werfen. Klar, hier kann ein Reflektor schnell für Aufhellung der anderen Gesichtshälfte sorgen, aber wer soll den Reflektor halten bei einem Shooting ohne Assi? Diese Variante fällt also auch aus.

Kurzum, Sonne macht uns alle fröhlich und lockt uns nach draußen, ist aber nicht gerade ein geeigneter Fotopartner. Seifenblasen geschnappt und das Kind in den Schatten gelockt. Dort durfte sie dann (fast) alles tun und lassen was sie wollte, während ich drauf gehalten habe.

Ich habe hier ein wenig mit den Varianten der Spot Messung experimentiert, weil mir mein Motiv trotz heiterem Sonnenschein im Schatten zu dunkel wurde. Die Blende wollte ich nicht ganz aufreißen, sonst bekomme ich zu viel Unschärfe in das Portrait, denn die Kurze rennt ja umher und versucht nicht wie ein Model still zu halten. Ich wollte authentische ungestellte Fotos, die aus der Situation heraus entstehen. Hier heiß es dann noch richtig zielen und im richtigen Moment abdrücken.

Herausgekommen sind diese Aufnahmen – unter anderem entstanden mit dem 100mm Makro Objektiv von Canon, was übrigens ein erstklassiges Portrait Objektiv ist.

Klick macht die Bilder groß.

Seifenblasen Portrait Seifenblasen Portrait

Seifenblasen Portrait Seifenblasen Portrait - Wind, wo bist du?

Wihiiiind, wo bist du? Auch der Wind kann tolle Seifenblasen machen.

Seifenblasen Portrait - Puste Wind, puste doll. Seifenblasen Portrait - Puste Wind, puste doll.

Seifenblasen Portrait - Hey, wo sind all die Seifenblasen hin?

Seifenblasen Portrait Seifenblasen Portrait

Seifenblasen Portrait Seifenblasen Portrait

Pusten oder schleudern, was macht die schönsten Seifenblasen?

Seifenblasen Portrait Seifenblasen Portrait - Schleuderblasen

Das Rheinenergie Stadion im Hintergrund.

Portrait im Wald Steine sammeln

Auf dem Rückweg entdeckte meine kleine Nachwuchsfotografin allerlei interessantes in den Bäumen.

Meine kleine Nachwuchsfotografin in Aktion

Die Bilder mögen zwar aussehen wie mal eben schnell entstandene Schnappschüsse, haben mich jedoch einige Nerven gekostet.

Klar ist auch, es ist noch Steigerungspotential vorhanden. Wenn ihr also Tipps und Tricks für ein kleines Sommer-Sonnen-Shooting habt, immer her damit, der Sommer hat ja gerade erst angefangen. Ich freu mich drauf.