Profibuch Photoshop von Calle Hackenberg – gelesen vom Nicht-Profi

Jan 17, 2012 | Buchempfehlungen, Shopping | 0 Kommentare

Wer schreibt hier: Christina Nagel-Gasch | 41 Jahre | Diplom Kauffrau | Mutter einer 11-Jährigen Tochter | gern auf Reisen | liebe die Fotografie | süchtig nach Törtchen & Schokolade

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Calle Hackenberg hat mir freundlicher Weise sein erstes Buch Profibuch Photoshop: Aktionen, Panels und Foto-App-Effekte mit Photoshop CS 5.5 als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Nach all dem weihnachtlichen Stress hatte ich endlich Zeit mich seinem Werk zu widmen.

Ein Profibuch, hmmm. Also vom Profi in Photoshop bin ich noch weit entfernt. Kein Grund mich nicht mit diesem Buch zu befassen.

Meine Photoshop Kenntnisse sind alle in irgendeiner Art und Weise selbst erworben, ob durch ausprobieren oder online Tutorials. Ich würde mein Wissen etwas über dem Anfängerstatus einordnen und als mittelmäßig bezeichnen. So wollte ich mit diesem Buch meine eher durchschnittlichen Kenntnisse in Photoshop festigen, ausbauen und erweitern. Aber hier bin ich recht schnell an meine Grenzen gestoßen.

Profibuch Photoshop

Calle Hackenberg schreibt in seinem Buch über viele Tipps und Tricks, vermittelt sein Profiwissen und zeigt Anwendungsbeispiele. Er zeigt wie man mit selbstgeschriebenen Aktionen die Arbeitsabläufe beschleunigen kann und wie Bilder mit den derzeit angesagten App-Looks versehen werden können.

Profibuch Photoshop von Calle Hackenberg

Dennoch fehlt mir als Nicht-Profi oft der Zusammenhang und die Herleitung des Beschriebenen. „Wie hat er das jetzt nochmal gemacht?“ und „Mit welchen Schritten ist er dahin gekommen?“ sind wiederkehrende Fragen die mir ein unschönes  Stirnrunzeln ins Gesicht zaubern.

Diese kleinen Hänger, an denen ich mit meinen Kenntnissen nicht direkt hinterher komme, machen das Buch teilweise sehr anstrengend zu lesen und ich musste manche Dinge mehrmals nachschlagen. Einige Techniken sind nur sehr kurz und knapp angeschnitten. Und es fehlt eine begleitende CD mit Beispielbildern und Aktionen um das Geschriebene nachvollziehen zu können.

Ich stellte mir selbst die Frage: „Liegt es nun an mir und meinen bedingten Kenntnissen mit Photoshop?“ und konnte diese Frage durchaus mit „Ja“ beantworten. Aber: „Wenn ich es noch nicht kann, sollte doch dieses Buch in der Lage sein mir die fehlenden Kenntnisse zu vermitteln?!“

Nochmal durchgeblättert und genau hingesehen. Das Buch richtet sich an eine Lesegruppe die Photoshop auch im professionellen Bereich einsetzen (möchte). Dies beginnt bereits im ersten Abschnitt bei der Einrichtung und Abstimmung der Color-Management Systemes. Calle empfiehlt hier den Adobe RGB Farbraum, was für die professionelle Nutzung auch durchaus korrekt ist – vor allem wenn die bearbeiteten Bilder nachher gedruckt werden sollen.

Bereits hier gehen das Buch und mein Nutzungsverhalten unterschiedliche Wege. Ich nutze Lightroom und Photoshop zur Bildbearbeitung, bleibe damit aber im nicht-kommerziellen Privatbereich. Für meine Zwecke ist der sRGB Farbraum vollkommen ausreichend. Für die Nutzung des Adobe RGB Farbraumes muss alles aufeinander abgestimmt sein und das Farbmanagement muss stimmen. Der Bildschirm muss richtig kalibriert und profiliert sein und der Nutzer sollte sich mit den unterschiedlichen Farbräumen auskennen – und das tue ich nicht.

Ich nutze mittlerweile einen iMac der eine sehr gute Farbwiedergabe hat. Diesen Bildschirm habe ich bisher noch nie kalibriert oder neu eingestellt, da die Farbwiedergabe für meine Zwecke in Ordnung ist.

 

Wie herauszulesen ist, bin ich leider nicht die Zielgruppe dieses Buches und so kann ich keine wirklich detaillierte und zutreffende Rezension zu diesem Buch abgeben.

Dennoch konnte ich aus dem Profibuch auch einiges an Wissen mitnehmen. So konnte ich bei den Aktionen etwas dazu lernen und mich in die verschiedenen Möglichkeiten zum Schärfen einlesen.

Dieses Buch ist definitiv ausschließlich an die professionellen Photoshoper gerichtet! In wie weit diese einen Mehrwert im Profibuch Photoshop finden, wage ich nicht zu beurteilen. Anfänger und Laien die sich verbessern wollen, werden hiermit jedoch kaum glücklich werden.