Wir hatten Großes vor, doch die Realität hatte uns schnell eingeholt

Okt 3, 2013 | Europareisen, Reiseziele | 6 Kommentare

Wer schreibt hier: Christina Nagel-Gasch | 40 Jahre | Diplom Kauffrau | Mutter einer 10-Jährigen Tochter | gern auf Reisen | liebe die Fotografie | süchtig nach Törtchen & Schokolade

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Blauer Himmel. Sonnenschein. Sanfter Wind bei warmen 18 Grad. Perfektes Feiertagswetter und zu schade um den Tag in der Wohnung zu verbringen.

Ausgerüstet mit festem Schuhwerk und unserem Erdbeerkörbchen sind wir in den Wald nach Köln-Porz zur Freizeitanlage Leidenhausen aufgebrochen.

Unsere Mission: Pilze suchen.

Fernab der üblichen Besucher Wege schlugen wir uns durch Wald und Flur. Allen voran Amelie. Mit ihrem gerade gefundenen Wanderstock schlug sie uns den Weg frei.

Das Pilz-Auge schulen

Unsere Augen dabei immer auf den Boden gerichtet. Wir wollten unser Pilz-Auge schulen. In der Regel ist der Anfang bei der Pilzsuche steinig und schwer. Weit und breit nichts zu sehen. Doch sobald man den ersten Pilz gefunden hat, ist das Auge scheinbar perfekt darauf gerastert und findet plötzlich überall Pilze.

So erging es uns auch. Kein einziger Pilz in Sichtweite. Und dann, „DAHAAAA, EIN PILZ“. Das dieser nicht zu den essbaren Pilzen gehörte war erst einmal zweitrangig. Hauptsache EIN PILZ! Und auch unser Pilz-Auge war offenbar fokussiert. Plötzlich fanden wir überall um uns herum Pilze. Das ALLE Pilze ausnahmslos NICHT essbar waren muss ich eigentlich nicht erwähnen. Egal. Wenigstens ein paar schöne Fotos machen.

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Wenn es also überhaupt Pilze gibt, müssen doch irgendwo auch essbare Pilze sein. Wir schlugen uns weiter Querfeldein. Direkt unter der Einflugschneise zum Flughafen Köln-Bonn entlang.

Vergebens. Keine essbaren Pilze ich Sicht. Wir hatten wirklich Großes vor, doch die Realität hatte uns schnell eingeholt. Da heißt es Flexibilität zeigen in unserer schnelllebigen Gesellschaft. Ruckzuck haben wir unsere Körbchen umfunktioniert und Herbstdeko gesammelt. Wir konnten unmöglich mit leeren Körbchen nach Hause kommen.

2013_10_03_Pilze_suchen_2 Pilze suchen in Köln

Im idyllischen Porzer Großstadtlärm zwischen Autobahn und Flughafen haben wir unsere Körbchen mit den Früchten des Waldes gefüllt. Die Kastanien, Eicheln, Grünstacheligenirgendwasdinger und Tannzapfen schmücken jetzt die heimische Dekoschale, welche bis eben noch vom Osterhasen bewohnt war.

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Trotzdem hatten wir heute wirklich viel Spaß und wir haben jede Sekunde in der Natur genossen. Amelie möchte bei der nächsten Pilzsuche im Wald unbedingt dabei sein: „Mutti du musst mir versprechen mich zu wecken. Nicht wie schon mal als du Nachts zum Strand los bist und mich nicht geweckt hast.“

Wir geben nicht auf und werden es wieder versuchen. Deshalb an alle Kölner:

Kennst du ein Waldstück in Köln und im Kölner Umland wo wir erfolgreicher bei der Pilzsuche sein könnten?

Ich frage mich ob es den Pilzen in Köln-Porz vielleicht einfach nur zu Laut war?

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Wir haben außergewöhnliche Hirsche im Wald getroffen.

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Wir sind auf Bäume geklettert.

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