Cities & Kids: 10 Tipps über DRESDEN von Jenny Menzel

Jul 3, 2013 | Reiseziele | 0 Kommentare

Wer schreibt hier: Christina Nagel-Gasch | 41 Jahre | Diplom Kauffrau | Mutter einer 11-Jährigen Tochter | gern auf Reisen | liebe die Fotografie | süchtig nach Törtchen & Schokolade

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Hechtstraße, Eselnest und Weißer Hirsch – weltwunder Jenny gibt 10 tierisch gute Tipps um Dresden mit Kindern zu erleben und führt damit die Serie Cities & Kids fort.

Als gebürtige Dresdnerin müsste dies eigentlich ein Heimspiel für mich sein, jedoch hatte ich damals noch kein Kind. Deshalb freue ich mich persönlich besonders meine Heimat beim nächsten Besuch neu zu entdecken.

10 Familien Tipps über DRESDEN von Jenny Menzel

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1. Wo können wir als Familie im Raum Dresden gut und günstig übernachten?

Bei uns ;-) Wir vermieten nämlich unsere Wohnung im Hechtviertel, wenn wir mal wieder in der Welt unterwegs sind. Unsere Gäste haben dann gleich ein voll ausgestattetes Kinderzimmer und eine Pflegekatze. Auf Vermietungsportalen wie Airbnb und Wimdu findet man in Dresden viele tolle Wohnungen, wir sind sehr gastfreundlich :)

Gleich um die Ecke auf der Hechtstraße kann man auch familienfreundlich und günstig im „Family Hostel“ übernachten.

2. Gerade angekommen, wo müssen wir zuerst hin?

Nach der langen Fahrt erst mal entspannen, würde ich vorschlagen. Bei schönem Wetter bieten sich da die Elbwiesen an – Picknickdecke einpacken und irgendwo zwischen Blauem Wunder und Übigau auf die Wiese setzen, egal an welchem Ufer. Leckeres Eis gibt es im Café Rosengarten auf der Neustädter Seite; gegenüber hat es rund um den „Fährgarten“ richtige Badestrände mit Buddelsand!

3. Was ist dein MUST SEE mit Kindern in Dresden?

Die Neustadt ist ein Kinderparadies, mit zig Spielplätzen, Eisbars und Spielzeugläden. Bei schlechtem Wetter empfiehlt meine Tochter allen Kindern die „Kasematten“ unter der Brühlschen Terrasse; am besten mit Führung. Ein Besuch der Technischen Sammlungen mit der Ausstellung „Wunderland Mathematik“ muss unbedingt sein, auch für Mathe-Muffel. Und eine Märchenstunde unter der riesigen gläsernen Kuppel der „Yenidze“ am Bahnhof Mitte (nein, keine Moschee, sondern eine alte Zigarettenfabrik!) verzaubert Kinder ab fünf Jahren zuverlässig.

Wer ein Auto und ein wenig mehr Zeit hat, der sollte das Dresdner Umland mit seinen Bergen, Wäldern und alten Schlössern erkunden: Die Burg Stolpen zum Beispiel hat ein echtes Gespenst!!

4. Welche Sehenswürdigkeit dürfen wir nicht verpassen?

Die Altstadt mit dem Canalettoblick ist nicht umsonst weltberühmt, auch wenn man sie sich am Wochenende mit tausenden Touristen teilt. Genauso schön ist aber die Neustadt, Deutschlands größtes erhaltenes Gründerzeitviertel. Hier einfach einen Nachmittag zu verbummeln, nachdem man im „Sankt Pauli Salon“ oder im „Raskolnikoff“ gemütlich gebruncht hat, dürfte jeden begeistern.

Und wenn es um moderne Architektur geht, sollte das neue Militärhistorische Museum, entworfen von Frank Gehry, nicht fehlen. Auch innen sehr sehenswert – allerdings bitte erst mit älteren Kindern.

5. Unterwegs in Dresden: wie gelangen wir am besten von A nach B?

Wenn ihr nicht in die hügeligen Stadtviertel wollt: mit dem Fahrrad! Die Innenstadt ist inzwischen recht fahrradfreundlich ausgebaut und der Verkehr ist um einiges ziviler als in Berlin ;-) In der Neustadt mit ihren Kopfsteinpflasterstraßen fährt man besser auf dem Fußweg.

Busse und Straßenbahnen fahren in jede Ecke von Dresden, sind pieksauber und schick (Hybrid!) und im Deutschlandvergleich durchaus bezahlbar. Was man vermeiden sollte: Abends mit dem Auto in die Neustadt kommen, in den engen Straßen herrscht Parkplatzchaos und Fußgänger haben Vorfahrt.

6. Wo können wir als Familie gut Essen gehen?

Kinderfreundlich kann man fast überall in der Neustadt essen; hier sind Familien ein „normaler“ Anblick. Im idyllischen Garten des „Raskolnikoff“ auf der Böhmischen Straße gibt es einen tollen Brunnen, die Eisbar „Tiki“ auf der Görlitzer Straße liegt direkt am Kunsthof

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und das „Café Komisch“ auf dem Bischofsweg hat guten Kaffee, tolles Softeis und für schlechtes Wetter eine große Spielecke.

Wenn‘s ein bisschen teurer sein darf: Gut versteckt liegt das exklusive „Elements“ auf dem Areal der Zeitenströmung (Königsbrücker Straße), wo die Kinder auf dem riesigen Fabrikhof mit Springbrunnen spielen können.

7. Wo kann ich einen Kaffee genießen, während die Kids spielen?

Die perfekte Verbindung aus gutem Essen und tollem Spielplatz hat der Biergarten an der Konzertmuschel in der Dresdner Heide, im Stadtteil Weißer Hirsch. Das ist nämlich ein Ableger des 5-Sterne-Restaurants „Bean and Beluga“. Hier finden auch oft Konzerte und Puppentheater-Aufführungen statt.

Wenn es heißt, Hauptsache Kaffee, dann ist das Eselnest ein Geheimtipp: ein selbstgebauter Abenteuerspielplatz am Elbufer in Pieschen, nicht nur mit Eseln. Kaffee gibt’s für 1 Euro. Im Stadtzentrum spielen unzählige Kinder im ebenerdigen Springbrunnen am nördlichen Ende der Hauptstraße; einen guten Kaffee to go bekommt man 100 Meter weiter im „Café Schwarzmarkt“.

8. Was sind deine persönlichen Geheimtipps für Dresden?

Das Schloss Übigau, das eher eine Ruine ist, liegt versteckt und abgeschieden im Stadtteil Kaditz/Übigau an der Elbe; der riesige Biergarten ist für Kinder mit Laufbedürfnis und Eltern mit Ruhebedürfnis ideal. Hier haben wir vor drei Jahren geheiratet!

Meine Kindheit habe ich im Süden von Dresden verbracht; hier kann man an der Weißeritz entlang zum Bienertmühlenwehr und durch das gruselige Eiswurmlager (mit Drachenhöhle!) wandern, bevor man über verwunschene Streuobstwiesen hoch über Dresden in den Stadtteil Plauen gelangt.

Die Elbschlösser in Dresdens Norden sind ebenfalls wahnsinnig schön – schon ihr Anblick als Panorama hoch über der Elbe vom Schillerplatz aus verzaubert. Fährt man dann über das Blaue Wunder und dort mit der historischen Standseilbahn hoch auf den Weißen Hirsch, kann man dann mit dem Fahrrad bergab sausen, bis man kurz nach der Mordgrundbrücke links in den Schlosspark einbiegt. Von der Terrasse des Lingnerschlosses aus hat man einen Traumblick über Dresden – leckeres Essen gibt es auch. Den passenden Wein kann man ein paar Meter bergab direkt beim Winzer probieren.

9. Welches Souvenir ist typisch für Dresden und wo können wir es kaufen?

Wir Dresdner sind Genießer – unsere Dresdner Eierschecke und der Dresdner Christstollen sind superlecker! Besser zum Mitbringen oder auf der Heimfahrt Knabbern eignet sich „Russisch Brot“ von Dr. Quendt, das in Dresden hergestellt wird. Wenn ein Alter Meister zu teuer ist: Euren eigenen Canalettoblick samt Rahmen könnt ihr auf dem Elbfußweg gegenüber der Altstadt, auf Höhe des Hotels Bellevue fotografieren.

Und: Bloß keinen Seiffener Weihnachtsschmuck in den Shops rund um die Frauenkirche kaufen!

10. Picture Point – von wo aus haben wir den besten Blick auf die Stadt?

Der Blick über Dresden ist vom Stadtrand aus toll, da es in einer Senke liegt. Teuer und spektakulär bekommt man den Blick von der „Schüsselmitte“, auf der Spitze der Frauenkirche (Familienkarte für ca. 20 Euro). Kostenlos und wildromantisch schaut man ringsherum zum Beispiel vom Militärhistorischen Museum, von der Terrasse des Lingnerschlosses oder von den Radebeuler Weinbergen über die Stadt; dort einfach zum „Spitzhaus“ in Wahnsdorf und die Straße bis zum Ende fahren. Am schönsten ist es abends, wenn die Bänke von Pärchen besetzt sind…

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Vielen Dank für deine Antworten, liebe Jenny.

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Jenny Menzel lebt und arbeitet mit Mann, zwei Kindern und Katze als Lektorin und Redakteurin in Dresden; das heißt, wenn sie nicht gerade in Neuseeland, Südostasien oder anderswo unterwegs sind. Von ihren Erfahrungen beim Reisen mit Kindern berichten die Weltwunderer in ihrem Blog www.weltwunderer.de, um andere Familien zu ermutigen, die Welt zu entdecken.

Blog: www.weltwunderer.de

Twitter: @weltwunderer

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