Cities & Kids: 10 Tipps über BERLIN von Sophie Lüttich

Jun 26, 2013 | Reiseziele | 3 Kommentare

Wer schreibt hier: Christina Nagel-Gasch | 41 Jahre | Diplom Kauffrau | Mutter einer 11-Jährigen Tochter | gern auf Reisen | liebe die Fotografie | süchtig nach Törtchen & Schokolade

Mehr erfahren!

Berlin: Überleben im Großstadtrevier! Mit über 3,3 Millionen Einwohnern ist Berlin die größte Stadt Deutschlands und eine Herausforderung für jeden Familienurlaub.

Diese Woche gibt Sophie Lüttich von BerlinFreckles 10 Tipps für die Serie Cities & Kids, um den Großstadtdschungel auch mit Kindern bravourös zu meistern.

10 Familien Tipps über BERLIN von Sophie Lüttich

[two_columns_one]

1. Wo können wir als Familie im Raum Berlin gut und günstig übernachten?

Spontan würde ich sagen, dass eine schöne Ferienwohnung in einem der Berliner Kieze wohl das Beste für Familien ist. Kinder müssen sich nicht so fein benehmen wie in einem Hotel und leckeres, preiswertes Frühstück gibt’s in der Regel gleich um die Ecke.

Ich habe allerdings miterlebt, wie in meiner Wohngegend in Berlin-Friedrichshain an den Klingelschildern immer mehr Namen gegen Appartement-Nummern ausgetauscht wurden. Überall Ferienwohnungen, aber keine bezahlbaren Wohnungen mehr für Familien. Die Speisekarte im Frühstückscafé um die Ecke gibt’s nun auch auf Englisch und die Preise wurden gleich mit angehoben.

2. Gerade angekommen, wo müssen wir zuerst hin?

Eigentlich zuerst in einen Buchladen, denn es gibt tolle Berlin-Stadtführer für Kinder und Familien mit Kindern. Ans Herz legen möchte ich das Buch „Lilly und Anton entdecken Berlin“. Obwohl Anton gleich am Anfang des Buches findet, dass ein Teddybär im Stadtwappen ziemlich kindisch ist, gibt’s auf den weiteren Seiten viele tolle Ideen für einen Berlinbesuch mit Kindern. Freunde der Wimmelbücher werden den Stil des Buches lieben.

Ansonsten ist das Brandenburger Tor der ideale Ausgangpunkt für einen Berlinbesuch. Von da aus geht es entweder in Richtung Alexanderplatz und Fernsehturm oder mit einem Schwenk durch den Tiergarten zum Potsdamer Platz oder gleich nebenan einmal rauf zur gläsernen Kuppel des Reichstagsgebäudes. Anders als noch vor ein paar Jahren muss man sich für einen Besuch per Online-Formular vorher anmelden, aber es lohnt sich definitiv.

3. Was ist dein MUST SEE mit Kindern in Berlin?

Klingt vielleicht verstaubt, aber mit Kindern sollte man unbedingt eines der Berliner Museen besuchen. Was mit Tieren (und zwar sehr großen) gibt es im Naturkundemuseum. Was mit Technik (und ein Flugzeug, das einfach so vom Dach herab baumelt) gibt’s im Technikmuseum, hinter dem der Park am Gleisdreieck zum anschließenden Picknick einlädt. Im Museum für Kommunikation kann man dem Nachwuchs mal zeigen, wie lange vor iPhone & Co. kommuniziert wurde und ziemlich rasant echte Rohrpost verschicken. Im Eingangsbereich wird man allerdings sehr modern von drei charmanten Robotern begrüßt.

4. Welche Sehenswürdigkeit dürfen wir nicht verpassen?

Das ist so schwer, denn Berlin ist so groß, dass man sich immer die eine oder andere tolle Sehenswürdigkeit für einen späteren Besuch aufheben muss. Ich kann an dieser Stelle gar nicht DIE Sehenswürdigkeit nennen. Was man bei schönem Wetter aber unbedingt machen sollte: Berlin vom Wasser aus entdecken. Für Abenteuerlustige mit etwas mehr Zeit ist eine Tour mit dem Floß (in verschiedenen Größen und Preisklassen) empfehlenswert. Für die, die es eher klassisch mögen, lohnt sich die Brückenfahrt. In einem Rundkurs geht es entlang zahlreicher Sehenswürdigkeiten unter mehr als 60 Brücken hindurch. Immer wieder hört man Touristenführer stolz sagen, Berlin hätte sogar mehr Brücken als Venedig. Stimmt natürlich, aber Berlin ist bekanntermaßen auch etwas größer als Venedig.

5. Unterwegs in Berlin: wie gelangen wir am besten von A nach B?

Von A nach B ist ein gutes Stichwort, denn als Familie ist man mit einem Tagesticket

[/two_columns_one] [two_columns_one_last]

für den Tarifbereich AB gut beraten. Kinder müssen für die öffentlichen Verkehrsmittel erst ab 6 Jahre einen Fahrschein zum ermäßigten Tarif kaufen. Wenn man in den Innenstadt unterwegs ist, sollte man ruhig mal einen Blick auf die Routen der Buslinien 100 und 200 werfen. Es gehört schon ein wenig Glück dazu, Plätze in der vordersten Reihe des Oberdeckes der Doppeldecker-Busse zu bekommen, die auf diesen Linien meist zum Einsatz kommen, aber die Dichte an Sehenswürdigkeiten auf beiden Linien lohnt sich. Mit den Fahrkarten kann man auch die Fähren in Berlin nutzen. Die Fährüberfahrt vom S-Bahnhof Wannsee nach Alt-Kladow dauert 20 Minuten und ist als Mini-Dampferfahrt auch bei Berlinern sehr beliebt.

6. Wo können wir als Familie gut Essen gehen?

Am Wochenende ist die Kombination aus Brunch und Wochenmarkt oder Flohmarkt eine gute Wahl. Und speziell für Familien? Ein Abstecher nach Prenzlauer Berg (wegen der hohen Kinderdichte auch bekannt als Pregnancy Hill) lohnt sich für Tapas-Freunde immer sonntags. Im Alois S. gibt es 10–15 Uhr ein großes Brunch-Buffet mit vornehmlich spanischen, aber auch anderen mediterranen Delikatessen und an die Außenterrasse schließt sich gleich ein öffentlicher Spielplatz an.

Vermutlich ist auch hier die eine oder andere Latte Macchiato Mutter in freier Wildbahn zu beobachten.

7. Wo kann ich einen Kaffee genießen, während die Kids spielen?

Bei schönem Wetter unbedingt in einem der Parks oder Gärten. Bei schlechtem Wetter sind die sogenannten Kindercafés ein Segen. Während es den Nachwuchs ja sowieso selten länger als 10 Minuten am Tisch hält, können Eltern ganz entspannt ihren Kaffee trinken, da in der Regel immer ein großer Spielbereich zum Café gehört.

Wenn lärmende Kinder nicht unbedingt erwünscht sind, machen das Café- und Restaurantbesitzer zuweilen auch mit einem Poller gegen Kinderwagen direkt an der Eingangstür deutlich. Fast überall sonst sind Betreiber und andere Gäste in Berlin ziemlich lärmresistent kinderfreundlich.

8. Was sind deine persönlichen Geheimtipps für Berlin?

Wahrscheinlich kennen die Touristen die wirklich tollen Geheimtipps besser als ich. Aber JWD (die Abkürzung für „janz weit draußen“) mag ich die Gärten der Welt sehr. In Marzahn-Hellersdorf findet man auf 21 Hektar Grünfläche inzwischen neun Gärten aus aller Welt, darunter den größten chinesischen Garten in Europa. Mein Lieblingsgarten ist allerdings der Koreanische.

9. Welches Souvenir ist typisch für Berlin und wo können wir es kaufen?

Was mit dem Ampelmännchen oder dem Fernsehturm drauf vermute ich ganz spontan, aber ich selbst habe noch die ein Souvenir hier gekauft. Finger weg aber von den original-total-echten Mauerstücken. Die sind auf jeder Baustelle allemal billiger zu haben.

10. Picture Point – von wo aus haben wir den besten Blick auf die Stadt?

Wenn man es noch nicht wie in Punkt 2 erwähnt direkt bei der Ankunft geschafft hat, dann ist die Kuppel des Reichstagsgebäudes spätestens jetzt mein Tipp. Oder man ist sportlich und bewältigt die 285 Stufen hinauf zur Goldelse auf der Siegessäule.

[/two_columns_one_last] [divider]

Vielen Dank für deine Antworten, liebe Sophie.

[green_box]

Schon Hildegard Knef sang: “Berlin, dein Gesicht hat Sommersprossen”. Daher der Blog-Name „BerlinFreckles“. Ich bin 34 Jahr alt, hauoptberuflich Pressereferentin bei einer gemeinnützigen Organisation und wohne mit meinem Mann und unseren zwei Kindern in Berlin-Friedrichshain. Auch ich habe Sommersprossen im Gesicht, öfter mal Seifenblasen im Kopf und singe gern – nur nicht so schön wie Hilde. Im Blog geht es um Lifestyle, Design und Themen rund um Kinder und Familie, gewürzt mit einem kritischen Blick auf das Dasein als Mama 2.0 in der Großstadt.

Blog: http://www.berlinfreckles.de

Facebook: http://facebook.com/berlinfreckles

Twitter: http://twitter.com/berlinfreckles

Instagram: http://instagram.com/berlinfreckles

[/green_box]