1913 präsentierte Johan Burgers erstmalig seine private ‚Tiersammlung’ der Öffentlichkeit und Eröffnete Burgers Zoo. Schon von Beginn an war Burgers darauf bedacht den Tieren möglichst viel Freiheit zu geben und so wurde das Areal bald zu klein.
1923, zehn Jahre nach Eröffnung, zog der Zoo an seinen jetzigen Standort nach Arnheim um. Vergangenes Wochenende war ich mit Amelie in Arnheim und habe u.a. Burgers Zoo besucht.

Kurz nach 10 Uhr passieren wir den Haupteingang und beobachten am Pinguincorner wie die Pingune die morgendlichen Sonnenstrahlen genießen. Sie sind die Kälte gewohnt und bibbern nicht so wie wir bei knapp über Null Grad. „Mama, guck mal. Da geht ein Pinguin baden.“ rief Amelie begeistert als die Pinguine nacheinander zum Wasser watschelten und hinein hüpften.
An den Elefanten vorbei, mussten wir zunächst in zahlreiche leere Tierbehausungen schauen. „Keiner da“ tönte Amelie. „Denen ist bestimmt noch zu kalt“ sage ich zu ihr und wir gehen weiter, den Themenbereich RIMBA entdecken.
Die Sonne gibt ihr bestes und ein stattlicher Banteng sonnt sich, während Amelie den Raureif vom Geländer kratzt.



Themenbereich RIMBA in Burgers Zoo
Auch das Revier der Sumatra-Tiger ist leer und die beiden, bis zu 120 kg schwer werdenden, gestreiften Raubtiere chillen friedlich hinter der Scheibe in ihrem Unterschlupf. Sind sie nicht süß, wie große Kätzchen?! Ich möchte ihnen ohne Scheibe zwar nicht zu nahe kommen, aber mal anfassen würde ich sie trotzdem gerne.


Im Themenbereich DESERT sind trockene steinige Felswüsten und kleine Oasen nachempfunden.
In einem grauen Felsplateau leben kalifornische Dickhornschafe, die im Grauton des Felles perfekt an die Felsen angepasst sind.



Auf dem Weg zum BUSH, Burgers lebensechtem Dschungel, kommen wir bei den Erdmännchen vorbei, die endlich aus ihren Löchern gekrochen sind und wie gewohnt Wache halten.
„Mama, ich wünschte ich hätte so eines als Haustier.“ meint Amelie – und tatsächlich, Erdmännchen finde ich auch unheimlich niedlich, mit ihren großen Knopf-Augen.

Im Tropischen Regenwald geht uns schnell die Puste aus. Es ist verdammt heiß und meine bis dahin vollkommen ausgekühlte Kamera tropft rundherum. An Fotos im Bush ist nicht zu denken – alles beschlagen. Nur das iPhone kann ein paar Impressionen einfangen.

Wir weichen vom Hauptpfad ab und schlagen uns einen schmalen Waldweg entlang durch den Bush, klettern über kleine Bäche und stehen bald vor einen großen Wasserfall.
Die im Dschungel lebenden Tiere haben sich offenbar gut versteckt, denn außer einem Pi-Ha Vogel und der Rundschwanzseekuh mit ihrem schwarz gefiederten Wächter, ist mir bewusst kaum ein Tier aufgefallen.

Im zweiten Anlauf durch den Bush haben wir auch den Themenbereich OCEAN gefunden.
Der Weg durch Burgers Ocean beginnt mit einem oberirdischen Aquarium, in dem die Korallen aus dem Wasser ragen. Der Weg führt uns zwischen den Wasserbecken immer tiefer in den Ozean hinein. Wir stehen vor einem prächtigen Riff mit unzähligen Fischarten – ein Fisch bunter und farbenprächtiger als der andere.
Am Ende des Korallenriffes bekommen wir einen Ausblick in den Ozean. Haie und Rochen schwimmen um ein altes gesunkenes Schiffwrack – einfach fantastisch und mindestens genauso gut, wenn nicht gar besser, als jedes mir bekannte Sea Life.


In der angrenzenden weitläufigen Savanne des Themenbereiches SAFARI leben u.a. Giraffen mit Zebras und Nashörnern zusammen.
Hier lebt auch das vor wenigen Wochen geborenen Nashorn-Baby Vince. Heike von Köln-Format durfte schon vor seinem ersten öffentlichen Auftritt einen Blick hinter die Kulissen, auf den Wildfang Vince werfen. Vor uns hatte sich Vince leider versteckt gehalten.



Zum Abschluss unserer Zoorunde haben wir noch diese außergewöhnliche Gattung dampfender Elefanten gesehen:


Ein kurzer aber heftiger Hagel-Regenschauer hatte nicht nur uns, sondern auch die Zoobewohner überrascht und brachte die Elefanten wortwörtlich zum Dampfen.
Mein Fazit zu Burgers Zoo
Gerade einmal 170 km liegen zwischen meinem Kölner Wohnort und Burgers Zoo und der Abstecher ins holländische Arnheim hat sich auf jeden Fall gelohnt.
Besonders beeindruckend finde ich offene und freie Haltung der Tiere in sogenannten Ökodisplays. Es macht Spaß die Tiere in ihren naturnahen Lebensräumen zu beobachten.
Burgers OCEAN hat es mir sehr angetan! Wie schon gesagt, die Unterwasserwelt kann locker mit jedem Sea Life mithalten und für all das Gebotene in Burgers Zoo, rechtfertigt sich auch der recht happige Eintrittspreis von 19 Euro für Erwachsene und 17 Euro für Kinder von 4-9 Jahre.
Mein Tipp: Burgers Zoo MUSS man mal gesehen haben.
Auch wir müssen Burgers’ Zoo noch mindestens einen weiteren Besuch abstatten, denn der Zoo ist so groß, dass wir uns trotz Grundriss-Karte oft verlaufen haben. Gerade stelle ich fest, dass wir den größten Teil der Mangrove, mit vielen prächtigen Vögeln und Affen, gar nicht gesehen haben. Das müssen wir nachholen – am besten wenn es etwas wärmer ist und wir mehr Tiere zu Gesicht bekommen.
Disclaimer: Wir wurden vom Niederländischen Büro für Tourismus & Convention nach Holland und in Burgers Zoo eingeladen. Herzlichen Dank dafür! Ansichten bleiben meine eigenen.

Hatte kurz überlegt, dir den Geheimgang zu Vince zu verraten, mich aber nicht getraut.
Nein quatsch, wenn er eh schon im Gehege war, wars zu spät.
Sehr schöne Tigerfotos! Und ich hoffe, deine Kamera hat sich erholt.
Liebe Grüße…
@Heike: Danke, der Kamera geht’s wieder gut
Aber der Bush war wirklich zu viel für sie. War nicht wieder trocken zu bekommen.
Geheimgang, nee nee danke. Alleine und ohne Tierpfleger wäre ich da nicht lang gegangen. Wer weiß was passiert – erinnern wir uns an den letzten bösen Unfall im Zoo.
Vince durfte ich ja bei dir sehen
Bei mir ist es schon wieder ein Weilchen her, dass ich im Burger’s Zoo war. Rimba gab es da glaub ich noch gar nicht.
Aber ich finde den Zoo richtig toll. Vor allem der Bush hat es mir angetan, wie im Urlaub.
Gruß Simone
Pingback: Zu Gast im Hotel Blanc in Arnheim | MrsBerry.de
Ein schöner Bericht.
Ich kann da nur zustimmen. Für mich ist der Burger´s Zoo einer der schönsten Zoos überhaupt.
Für einen Besuch nehme ich gerne mal ein paar Kilometer mehr in Kauf. Besonders toll finde ich, dass man immer das Gefühl hat nicht die Tiere sind eingesperrt sondern die Menschen werden durch die Landschaften geschleust.
Einen kleinen Tipp für den Busch hab ich auch noch. Ich habe die meisten Tiere gefunden in dem ich mich einfach ganz Still an einem Ort hingestellt habe und dann den Geräuschen gefolgt bin. Die Tiere kommen dann zu einem und man braucht nicht zu suchen.
Gruß
Daniel
@Daniel: Danke vielmals für dein Feedback. Ich werde mir also zum nächsten Zoo-Besuch bei Burgers’ mehr Zeit für den Bush nehmen und mich mal “in die Wildnis” hocken und abwarten. Ein guter Tipp.
Viele Grüße
Christina
Pingback: SAFARI, BUSH und OCEAN – wir waren in Burgers’ Zoo | Stories & Places